Depressive Gothics
Gothics sind depressive Wesen. Sie scheuen das Licht, wünschen sich oftmals mehr Nähe der Toten als der Lebenden.
Sie sind ungern und doch gern einsam und bevorzugen schwarze Kleidung.
In der Allgemeinheit werden sie jedoch oft mit Satanisten verwechselt - klar, sicherlich gibt es auch unter den Goths und Gothics so einige Satanisten wie in jedem anderen Bereich auch.
Den “wahren” Satanisten, wie z.B. den Anhängern der CoS (Church of Satan - Gründer Anto Szandor LaVey) soll man es ihnen nichtmal ansehen, daß sie einer satanischen Sekte anzugehören. Deshalb “wahre” in Anführungszeichen, da ich lediglich ihren Standpunkt hier erwähnt habe. Dazu später mehr.
Gothics sind eher friedliebende, zurückgezogen Lebende Wesen die oft stark an der Natur hängen aber nicht ausreichend am Leben.
Dies mag ein Widerspruch sein, denn die Natur ist das Leben, aber es ist nunmal eine Tatsache.
Diese Wesen, Gothics, haben aber auch eine Neigung zu düsterer Romantik oder Vampir Romantik.
Sie kleiden sich dunkel, spielen jedoch gerne mit Ihren Reizen. Vor allem beim gothic Mädchen kann man das bestens beobachten.
Da wird nicht mit den Reizen gegeizt und schon so mache Körperstelle mehr frei als bedeckt gezeigt.
Doch, so mein Gedanke, ist das oft nur eine Fassade hinter der sie sich verstecken.
Ich muß zugeben, ich bin ein großer Freund von Philosophie und Psychologie, und dieser Umstand bringt mich dazu meine Umwelt zu analysieren, sofern es mir mit meinem Laienwissen möglich ist ;D
Kann man Goths und Gothics eigentlich umkehren?
Das heißt, wenn man es schaffen würde die entbehrte Freude des Lebens wieder zu zeigen und die anzuführen, würden dann aus Goths und Gothics wieder komplett “normale” Leute werden?
Ich denke nicht; denn obwohl sich die meisten Goths über Depressionen und die böse Welt beklagen, so sind sie gerne depressiv.
Sie möchten anders sein, und die Depression gibt Ihnen eine innere Abgrenzung.
Ih schließe mich da keineswegs aus, Lieber Leser, es ist lediglich eine sachliche Überlegung über die tiefergründigen Beweggründe von Goths, Gothics, Dark Wave und anderen schwarzrock und schwarzmetal Leuten.
Wenn der Tod zur Romantik wird, dann wird das Leben schwer!
Eine Trauerkultur!
so wird christlich schon mal gerne gesagt, daß man alle Sorgen und alle Schuld auf den Herrn werfen soll; doch, ist das wieder eine typische Ohnmachtsstellung.
Kann sich der Mensch nicht selbst helfen, kann er sein Leben nicht selbst leben so wird er sich jemanden suchen, eine Gottesmacht, und dort alle Entscheidungen des Lebens festmachen, seine Zukunft, seine Vergangenheit etc.
Demnach ist der Glaube nur reine Flucht in etwas was wir nicht begreifen können, und somit in eine Übermacht wo man sich selbst nicht mehr um sein eigenes, depressives Schicksal kümmern muß.
Denn wer alle verantwortung für sein eigenes Leben einer anderen Macht gibt, der kann ja nur auf Gnade oder Ungande jenes erwählten Gottes hoffen.
Sicherlich gibt es auch viele christlich gläubige Goths und Gothics, auch wenn ich mit Sicherheit nicht dazu gehöre, doch unterscheidet sich der Glaube oft fundamentalistisch.
Was jedoch bleibt, ist die Depression beim Gothic, bei einer schwarzen Seele.
Die beruht sicherlich darauf, daß man eine gewisse Schuld auf sich selbst lädt. Das wäre die Umsetzung der Grundtheorie des Schuldabladens, wenn man sich selbst für ein göttliches Wesen hällt, ohne auf eine höhere Macht angewiesen zu sein.
Man kann die Schuldfrage aber auch ganz einfach ablegen wenn man sich vorstellt, daß die meisten depressiven Leute sich lediglich viele Gedanken um die Welt machen und, im Gegensatz zu naiv lebenden Menschen, dann begreifen, in was für einem Pfuhl wir doch leben.
An dem Punkt kommt man aber sicherlich an eine Grenze die es zu überwinden gilt.
Nämlich die Grenze des Machbaren.
Hat man erst erkannt, wie hoffnungslos alles verdorben ist, und wie wenig man selbst noch dazu beitragen kann daß es besser wird, dann scheint alles so fern und deprimierend.
Fluchtpuntke werden gesucht.
Bei den Gothics ist das dann schon mal gerne die düstere Kleidung, gelebtes Leid, sowie die Msuik die von Schicksal, von Trauer und von Hoffnungslosigkeit erzählt.
Mit diesen Worten, such wir uns einen neuen Gott? Machen wir uns eigene Gottesdienste und befreien uns?
Nicht wirklich, wenn man erst die Lage erkannt hat, erkennt man damit die Ohnmacht des vorgesetzten Gottes und seiner Anhänger.
So zumidnest meine Meinung.
von VivianDe'Lamorte