Eingemauert und Verflucht
Im Mittelalter galt es als eins der schlimmsten Strafen die man verhängt bekommen konnte.
Meist waren es direkte Beleidigungen der Herren oder der Würde anderer “wichtiger” Personen, die dieses Martyrium auferlegt bekamen.
Wenn Stein um Stein sich die Mauer schließt und jedes Tageslicht raubt, so kann man nur hoffen, daß es schnell vonstatten geht und man das Zeitliche segnet.
Die Alternative bestand darin, ein Leben lang eingemauert zu verbringen. Dabei erhielt man zwar Verpflegung, aber diese war nach dem Motto: “Zu viel zum Sterben, zu wenig zum Überleben”.
Das Gemäuer, wo die zu bestrafende Person eingekerkert wurde, wurde später gern als verflucht bezeichnet. Ohne direkte Magie oder Zauber soll das Opfer dieser grausamen Tat imstande gewesen sein Menschen zu verfluchen, Stätten zu verfluchen und anderes Unheil über bestimmte oder zufällige Leute zu verbreiten.
Geschichten dieser Art gibt es viele, zumal altes Mauerwerk sehr gerne von Geistern, Teufel und Dämonen bewohnt wird.
Mauern sind oft stille Zeugen von Taten und Untaten, sie überdauern die Zeit und schweigen, schweigen wie sie es immer tun.
Nur selten kann man ihnen ein Geheimnis entlocken durch Hinweise die die Menschen selbst an oder in ihnen hinterließen.
Hier einige Links zu solchen Legenden und Geschichten über Einmauerungen:
Zum letzteren ist mir was aufgefallen, was wohl altes Brauchtum sein wird und in den Mythen verankert ist.
Die Einmauerung wird nicht als Strafe vollzogen, sondern als eine Schutzmaßnahme damit etwas lange hällt.
In dem Fall wird ein unschuldiges Kind in die Mauern eingemauert um sie unzerbrechlich zu machen.
Ich weise deshalb darauf hin, weil ich Ähnliches bereits in Theodor Storms “Der Schimmelreiter” vor einiger Zeit las.
Dort hieß es, man müsse etwas Lebendes mit eingraben damit der Deich gegen alles geschützt sei und ewig hielte. Es wurde auch erwähnt, daß in der Vorzeit gerne ein unschuldiges Kind, wie auch in der Mansfelder Sage, z.B. von Zigeunern lebendig eingegraben wurde.
Wie jede Sage, wird auch diese ihren Urpsrung in der Wahrheit haben.
von VivianDe'Lamorte