Freizeit und Kultur
Habe gestern durch eine alte Ausgabe der P.M – ein Wissenschaftsmagazin, geschaut, und dort war ein Denkansatz über die Entwicklung der Kultur und der Kunst.
Demnach und logischerweise, hat sich die Kultur erst nach “Feierabend” entwickeln können.
Sprich, wenn man die Zeit hatte nach der Jagd Geschichten zu erzählen, Schnitzereien anzufertigen oder zu malen.
Die Forscher scheinen sich einig, daß eine Kultur sich nicht entwickeln kann wenn Sie dauerhaft belastet ist und um das Überleben kämpfen muß.
Was passiert jedoch mit der Kultur und der Weiterentwicklung wenn man Ihr den Nährboden, die Freizeit entzieht?
Heutzutage, wo in vielen Ländern die Menschen damit beschäftigt sind 2-3 Berufe gleichzeitig zu machen nur um zu überleben oder auf Arbeitssuche sind und daran zerbrechen, dann bleibt nicht viel Platz für eine Weiterentwicklung und eine Kultur.
Die Kultur ist der Moderne ein Dorn im Auge, auch wenn dies nicht ausgesprochen wird. Aber Individuen die die Kunst leben sind schlechtere Konsumenten als jene die ihr Brot verdienen und es wieder ausgeben. So wie der wirtschaftliche Kreislauf es haben möchte.
Ginge es nach dem Idealmodell der Industrie und des Handels so würde niemand auf der Welt sparen, niemand sich absichern und stets das gewonnene Geld wieder ausgeben zu gleichen Teilen wie es reinkam.
Habe diese Worte persönlich von einem Wirtschaftsmenschen gehört, der auch bezeugte, daß Menschen lediglich als Arbeitseinheiten und Konsumenten bei den Profis der Weltwirtschaft angesehen werden. Da ist eine Kultur nicht wichtig, sie stört eher und lenkt den Konsumenten ab.
Wie sieht die Welt erst aus wenn die Kultur nur eine Erinerrung in der kurzen Menschheitsgeschichte sein wird?
Trist! Anders kann man sich das nicht vorstellen. Funktionierende Sklaven der Weltwirtschaft und des Konsums.
von VivianDe'Lamorte