Grabsteine
Grabsteine ziehen Gothics, Dark Wave und andere finstere Gestalten scheinbar magisch an. soag friedliche Metaller sichtet man gelegentlich auf einem Friedhof.
Was zieht solche Leute an öffentliche Friedhöfe, zu kalten Grabsteinen, zu Erinnerungen in Stein gemeißelt?
Eins vorweg, wir reden hier nicht über Grabschändung und desgleichen, sondern um das friedliche verweilen auf Friedhöfen.
Viel der Goths und Gothics sagen, es wäre die Stille, und daß Tote geduldigere Zuhörer sind die keiner Worte bedürfen.
Es sind Orte der Ruhe, der kalte Grabstein schweigt und läßt die Zeit an sich fast spurlos vorüberziehen. Der Mensch hingegen wird weggefegt mit jeder Witterung des Lebens.
Jeder Sturm hinterläßt Narben und zerstörte Gebäude, jeder Wink der Zeit pflügt den Körper wie ein fruchtloses Feld.
Was uns dann erwartet ist die Ewigkeit in Stein, schließlich doch der Grabstein …
von VivianDe'Lamorte
June 27th, 2005 at 2:44 am
Die schönsten Plätze unserer Städte sind - Friedhöfe.
Dort ist es ruhig, schattig und grün, und meistens sind wenige Menschen da. Ist aber nur für Tote, Lebende haben’s meistens nicht so gut. (Die erfahren auch zu Lebzeiten nicht, wie toll sie sind, das fällt den Leuten erst am Grab ein.)
Was sagt das über unsere “Kultur”?
June 27th, 2005 at 3:42 am
Denke, dafür gibt es keine richtig Lösung.
Unsere Kultur ist manigfaltig geteilt, und ist nicht mehr eins.
Aber wenn man sich vorstellt, welche Perioden die Kultur durchgemacht hat, so bracht man sich nur die Literaturgeschichte anzusehen.
Diese ist voll von “Sommer, Sonne Sonnenschein” und dann wieder tiefen Abgründen und Depressionen.
Und ja, an sich ist es ein Platz der Toten. Und ich denke, daß die Leute die dort verweilen, oft nur zu gerne einer von Ihnen wären weil sie kein Platz im Lben finden. Oder finden wollen.