Inquisition

Die Inquisition heißt nichts anderes als Untersuchung in der lateinischen Sprache.
Bekannt wurde dieses unscheibare Wort jedoch durch Folter, Mord und Mißbrauch der katholischen Kirche gegenüber heidnischen Menschen und Menschen die einfach der Hexerei oder dem Umtrieb mit Dämonen beschuldigt wurden.

Es waren nicht nur Hexen die durch Folter und Untersuchungen den Tod fanden, sondern einfach Leute und Gegner des katholischen Kirchenapparates.
Als Leitfaden und Ratgeber ab 1486 galt der Hexenhammer (Malleus Maleficarum) für jegliche Untersuchungen wenn es um Besessenheit und Folter ging von Heinrich Kramer.

Die Inquisition hatte ein Ziel: die Entdeckung und Vertilgung von jeglichem Hexentreiben.
Nebenbei war natürlich auch die Bereicherung an den Gütern der ermordeten wichtig um der Schatzkammer der Kirche Tribut zu zollen.
So wurden viele Ländereien durch Druck und Hexenunterstellung in der Inquisition entwendet worden.
Die Inquisition selbst ist aber viel älter und eine gern verwendete Maßnahme zur Beseitigung der kirchlichen Gegner.
Die erste bekannte Hinrichtung eines Ketzers, eines Irrlehrers fand wohl 385 statt. Der Ketzer hieß Priscillian.
Doch wie gesagt, ging die “moderne” Inquisition erst später richtig los, im 13. Jahrhundert.

Wie rechtfertigten die Inquisitoren diese Mordtaten, diese Folter und Verfolgung? Und welchen Sinn hat das läuternde Feuer?
Sie nahmen Zitate aus der Bibel zur Hand und machten diese zur sprichwörtlichen Grundlage für Ihre Taten.
So heißt es in der Bibel:

Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen“ (Johannesevangelium 15,6)

So war ein Abtrünniger des Glaubens wertlos und es gab den direkten Befehl jene zu verbrennen und zu läutern.
Halbwissen ist gefährlicher als Wissen, wird oft gesagt.
Aber die Initiatoren der Inquisitionen waren sich dessen voll bewußt, was sie damit anrichten. sicherlich waren nicht alle in die Hintergründe eingeweiht.
So benutzte man die Bibel stückchenweise als Hetzmittel. Wer nicht selbst im Feuer enden wollte mußte die anderen dazu bringen es ebenfalls nicht zu tun. Verstöße wurden selbstverständlich als Ketzerei geahndet und endeten in Folter und/oder Scheiterhaufen.

Vor allem, bei nochmaligem Lesen, fällt mir auf, daß ich vergaß zu sagen, daß die Hexenverfolgung erst später, bei ausgedehnter Inquisition, in Deutschland etwa ab 1484, eintrat.
Zuvor ging die Inquisition gegen alles Andersgläubige vor - mit Bekehrungsversuchen, jedoch auch mit Folter und Tod.


von VivianDe'Lamorte

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