Sarg aus Pappe

Schon mal überlegt in einer Pappschachtel beerdigt zu werden? Geht nicht? Doch, ich denke schon.

Eine Umweltfreundliche Bestattung in einem stabilen Sarg aus Pappe.
Im Endeffekt ist es ja gleich, wie man bestattet wird, wir verrotten alle auf die selbe Weise.
Aber etwas sarkastisches hat die Sache doch:

Der Würzburger Bestatter Norbert Papke, der den Vertrieb in Deutschland, Belgien und Holland übernommen hat, ist von der Zukunft des Ökö-Sarges überzeugt: “Die Peace Box wird den traditionellen Holzsarg nicht gänzlich ersetzen. Aber als legitimes Zusatzangebot sichert sie die individuelle Entfaltung, und wird sich wie Särge aus Korb und bemalte Designersärge durchsetzen.

Peace Box … also das hört sich verdammt komisch an. Ansich spricht ja nichts gegen einen Sarg aus Pappe, diesen aber als “Peace Box” zu bezeichnen ist schon eigenartig und fremdwirkend.
Ihr könnt den ganzen Artikel hier nachlesen: Umweltfreundliche Bestattung


von VivianDe'Lamorte

4 Responses to “Sarg aus Pappe”

  1. nico Says:

    Ich denke solange es nicht zu sehr nach Tetra Pack oder Schuhkarton aussieht ist es ja ok, aber hinter der optik eines hübschen Sarges steckt ja auch ne ganze menge Trauerverarbeitung für die Hinterbliebenen. Aber ansonsten eine gute Sache.

  2. VivianDe'Lamorte Says:

    Ich weiß nicht, muß man denn auch in den Tod mit Kommerz dermaßen aufgezwungen werden?
    Erleichtert man sich lediglich das schlechte Gewissen dem Toten gegenüber, weil man sich zu Lebzeiten nicht ausreichend gekümmert hat, und nun einen Sarg für tausende von Euros ausgibt?

    Ich bin immernoch für den klassischen Zimmermannsarg aus Holz.
    Lediglich etwas Beschlag von Innen, fertig.
    Platzsparend sind sie auch. Gerade mal die Hälfte von einem großen/breiten Sarg.

  3. nico Says:

    Ich denke nicht das es Kommerz sein muß, man kann ja auch Zimmermanssärge und Pappsärge schön Designen, ich find es eh am besten wenn alle den gleichen Rohling kriegen und den dann gestalten können, in Psychologie hab ich gelernt, dies wäre sozusagen das letzte Danke sagen um sich besser verabschieden zu können. Genauso wie die Blumen auf dem Grab, die ja die Familie immer selbst auswählt.
    Ich mag das so sehr bei vielen Kindersärgen. Warum nicht auch bei Erwachsenen. Ich finde den Gedanken schön, das meine Freunde gemeinsam an meinem Sarg rumbasteln um vieleicht besser verabschieden zu können.
    Aber vieleicht sehe ich das nach zu viel Beerdigungen etwas anders.

  4. VivianDe'Lamorte Says:

    Ich bin mit Beerdigungen aufgewachsen.
    In der kleinen Stadt, fast noch einem Dorf, wo jeder jeden kannte, war meine Oma viel unterwegs gewesen auf Beerdigungen aller art. ich kam meistens mit :)

    Ja, das was Du sagst ist auf jeden Fall richtig. Da stimme ich Dir zu.
    Wenn sowas mit einem “rohling” getan würde. Das ist dann schon eine Ehrerbietung.
    Aber auch hier muß jeder selbst sehen und handeln, wie er will.

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