Totem oder Schutzgeister
Totem leitet sich vom ursprünglichen “Verwandte” ab, und kommt aus den Regionen des südlichen Kanadas und den dortigen Indianern.
Ein Totem war im wesentlichen ein persönlicher Schutzgeist - im Christentum würde man solche Tiere deshalb auch Schutzengel nennen.
Es liegt in der Natur des Menschen sich Schutz bei etwas “Höherem” zu suchen.
Im Wesentlichen dienten totems in indianischen wie afrikanischen Stämmen als eine Art Familienabzeichen.
Was bei den Indern die Kaste ist, ist bei vielen afrikanischen und indianischen Stämmen eben das Totem.
Ein Unterscheidungsmerkmal. So wird im afirkanischem Totem auch zwischen dem mütterlichen und dem väterlichen Totem unterschieden, welches, in beiden Fällen, vererbt wird.
Schutzgeister sind wie alle anderen Geister “stofflose Wesen” - das heißt, sie sind nicht physisch greifbar und an sich auch, logischerweise, nicht sichtbar.
Deshalb muß man sich erstmal das Paradoxon vor Augen führen, wie ein nichtstoffliches Wesen sichtbar sein kann. Nun, das soll aber nicht Gegenstand dieser Ausführung sein.
Schutzgeister sind zum Wohle der Menschen da. Totems oder Totemgeistern wird jedoch eine Form zugesprochen, eine Manifestierung.
Die bekannteste Form des Totems ist wohl das Tier, mit Ausnahmen auch Naturerscheinungen oder Gegenstände. Bei den Indianern waren die Totemtiere ursprünglich bei der Geburt zugewiesen worden. Später entwickelte sich eine Form, bei der man erst den persönlichen Schutzgeist anrief mit Hilfe von Schamanen, und diesen dann annahm. Auch Wechsel der Totems, der persönlichen Schutzgeister, waren üblich geworden.
Totems halfen bei Entscheidungen und beschützten den stofflichen Partner.
Aber nicht bei allen Völkern diese Welt ist ein Geist in dem Sinne wie wir es warhnehmen, oder meinen es zu verstehen.
Im Buddhismus ist der Geist zum Beispiel das Bewußtsein. Also ein Vorgang, eine Wesensart im eigenen Körper. Etwas was nicht so übersinnlich ist, daß wir es nicht beeinflußen können. Sieg des Geistes über die Materie. Somit sind wir unser eigener Totem oder Schutzgeist.
Auch die Römer kannten Schutzgeister. Bei ihnen hiessen die Schutzgeister Lares. Die Lares waren wesensverwandt mit den Totemgeistern.
Es gab verschiedene Lares - Schutzgeister die Wegkreuzugen beschützten, Schutzgeister für die Familie sowie ortsgebundene Schutzgeister wie die Lares Loci. Diese Schutzgeister waren immer an den einen Punkt gebunden und konnten nicht wie die Lares Familiaris mit der Familie umziehen. Diese Geister wurden ebenfalls gerne an Familienfesten gefeiert.
von VivianDe'Lamorte