Wolfgang Hohlbein - Intruder

So, schon letzte Woche zu Ende gelesen, aber ich will euch ja nichts vorenthalten ;-)

Nun ja, wo fange ich an? Am besten am Anfang *lol*

Drei Freunde aus Deutschland brechen auf zu einer Motorradtour durch die USA. Klingt banal, wird aber zu einer recht spannenden Story.
Für den Protagonisten, Mike, läuft von Anfang an einiges schief:
Die Freunde kommen ins Hotel, Mike wird wegen einem Kaffeefleck in seinem Schritt von einer Indianerfamilie ausgelacht und scheint davon sehr mitgenommen zu werden. Nun ja…
Eigentlich waren für diese Tour stilecht Harleys geplant. Doch Mike ließ sich überreden, auf “Reisschüsseln” umzubuchen. Keine schlimme Sache, aber er hat es seinen Freunden nicht gesagt. Der erste Streit ist also vorprogrammiert. Zudem ist Mike vollkommen übermüdet.
Die Reise geht also weiter.
Unterwegs sieht Mike immer wieder die Indianerfamilie und fühlt sich von ihnen verfolgt. Als wäre das nicht genug hat er auch noch “Geistererscheinungen”.
Sie besuchen eine indianische Kultstätte und dort begegnet er dem Wendigo, einem sehr mächtigen indianischen Gott.
Ab hier häufen sich seltsame Zwischenfälle, von einem vermeintlich tödlichen Unfall bis hin zu einer Schießerei.

Ich verfallen wieder in bloße Nacherzählung… Aber ich höre jetzt auch auf damit, mehr will ich gar nicht verraten.

Zum Schluss:
Am Ende werden zwar einige seltsame Dinge (bspw. die Sache mit der Indianerfamilie) aufgeklärt, aber gleichzeitig auch wieder verworfen. Im letzten Kapitel kommt auf sehr engem Raum eine sehr komplexe Erklärung für das ganze Desaster der Reise zu Tage.
Letztendlich ist nicht klar, ob sich Mike nicht alles nur eingebildet hat (davon gehe ich aus).

Mein Fazit:
Besonders begeistert bin ich von diesem Wälzer (über 600 S.) nicht. Die Story ist zwar sehr spannend, wirkt auf mich aber teilweise sehr konstruiert, im Mittelteil etwas zu ausgeschmückt, am Ende sehr komprimiert.
Stilistisch halte ich den Roman für nicht sehr gelungen, aber das habe ich über Hohlbeins Bücher schon öfter gehört. Ganze Sätze werden teilweise wiederholt, das finde ich einfach ärgerlich und ein erstzunehmender Schrifsteller hat das nicht nötig.

Außerdem frage ich mich immernoch, warum ich das Buch gekauft habe. Da ging wohl mein schwäbisches Blut mit mir durch:

Viel zu lesen für wenig Geld!


von Lethe

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